(Archiv / Stand: Dezember 2003. Aktuelles)
Der "World Summit on Information Society" (WSIS) ist der UNO-Weltgipfel im Jahr 2003. Zahlreiche Regierungsdelegationen, Interessenvertreter und Fachleute werden vom 10. bis 12. Dezember 2003 in Genf über Prinzipien für eine gerechte Entwicklung der globalen Informations- und Wissensgesellschaft diskutieren. Ziel ist eine gemeinsame Deklaration der Staatengemeinschaft und ein Aktionsplan für die Einleitung des globalen Kommunikationszeitalters, der die wichtigsten Zukunftsschritte benennen und im Jahr 2005 bei einer Folgeveranstaltung in Tunis evaluiert werden soll.
In der deutschen Regierungsdelegation sind auch Vertreter der Wirtschaft sowie der Zivilgesellschaft dabei.
Kernforderungen der deutschen Zivilgesellschaft, die in der „Charta der Bürgerrechte für eine nachhaltige Wissensgesellschaft“ (http://www.worldsummit2003.de/) im Juni veröffentlicht wurden, sind beispielsweise: Wissen als öffentliches Gut anerkennen, freien Zugriff auf Wissen und Informationsfreiheit gewährleisten, weltweite Achtung der Meinungs- und Rezipientenfreiheit, die Digitale Spaltung überwinden, die mediale und kulturelle Vielfalt gewährleisten, technische Standards öffnen, Freie Software unterstützen, die Privatsphäre schützen, etc. Diese Forderungen wurden vor zwei Wochen in einer ausfuehrlichen Stellungnahme an die Bundesregierung zu den derzeitigen Entwuerfen der Gipfelerklaerung veröffentlicht und bei einem Treffen mit Regierungsvertretern am 11. September im Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit bekräftigt.
Organisationen und Institutionen
Im deutschen zivilgesellschaftlichen WSIS-Koordinationskreis arbeiten unter anderem Vertreter der folgenen Organisationen und Institutionen mit (in alphabetischer Reihenfolge):