Es sieht nicht gut aus für die Wirtschaft. Sogar Top-Manager sehen kaum noch Hoffnung. Zum Beispiel Josef Ackermann: Der Chef der Deutschen Bank glaubt, dass die Finanzmärkte ihre Krise nicht aus eigener Kraft beenden können. In der höchsten Not rufen die Bosse nach den Regierungen.
Geldanlage - aber wie? Börsianer haben da so ihre Weisheiten. Wir stellen einige Regeln vor, die Anleger beherzigen können. Zum Beispiel: "Greife nie in ein fallendes Messer!" von einem unbekannten Autor...
Angesichts der internationalen Turbulenzen
glaubt Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann nicht mehr an die
Selbstheilungskraft der Finanzmärkte. Die Versorgung mit Liquidität reiche
als Maßnahme nicht aus, sagte Ackermann in Frankfurt am Main.
„Die
Regierungen müssen Einfluss nehmen auf die Märkte“, sagte Ackermann. Er rief
zu gemeinsamen Aktionen von Regierungen, Zentralbanken und Banken auf, um
das Vertrauen in die globalen Finanzmärkte wiederherzustellen.
Auch
der Chefvolkswirt der Deutschen Bank setzt auf eine Neuordnung der Märkte.
Norbert Walter rechnet damit, dass die Finanzkrise bis weit ins Jahr 2009
anhalten wird. „Vor Ende 2009 werden die Turbulenzen nicht zu Ende sein“,
sagte Walter den Dortmunder „Ruhr Nachrichten“.
„Wir
brauchen die Neuordnung und eine Neubesinnung auch bei den Regulatoren der
Finanzmärkte.“ Die Hoffnung auf ein Ende der Finanzkrise sei verfrüht
gewesen. „Die Ereignisse in den USA und ihre Auswirkungen auf das Vertrauen
der Anleger sind zu gewichtig“, sagte Walter.
Der
Chefvolkswirt des Allianz/Dresdner-Bankkonzerns, Michael Heise, rechnet
damit, dass die anhaltende Krise zu einer tief greifenden Neustrukturierung
im Finanzsystem führen wird. „Wir müssen damit rechnen, dass eine
nachhaltige Bereinigung und Konsolidierung im Finanzsystem stattfindet“,
sagte Heise der „Berliner Zeitung“. Er verwies auf den Notverkauf der
US-Investmentbank Bear Stearns.
Sie ist wegen ihrer Geschäfte mit
zweitklassigen Krediten am US-Immobilienmarkt fast pleite gegangen.
Letztlich kaufte die Bank JP Morgan Chase das Investmenthaus für einen
Bruchteil seines Werts und zahlte nur noch zwei Dollar je Aktie. „Die
Kredithebel, die im Finanzsystem in den letzten Jahren entstanden sind,
werden gewaltig zurückgefahren. Das ist eine notwendige Korrektur“, meint
Heise. Dieser Prozess werde länger dauern.
Der Notverkauf der US-Investmentbank Bear Stearns als neuer Höhepunkt der Finanzmarktkrise hatte die US-Börsen am Vortag zeitweise deutlich belastet. Allerdings reduzierten die meisten Indizes ihre Verluste im Tagesverlauf, der Leitindex Dow Jones drehte sogar leicht ins Plus und schloss gut behauptet.
In Europa und Asien hatten die Märkte auf den Verkauf der Bank mit panikartigen Ausschlägen reagiert. In Deutschland schloss der Dax 4,18 Prozent im Minus. Der Goldpreis schoss auf den Rekordstand von 1032,50 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) hoch. Der Euro markierte den Rekordkurs von 1,5903 Dollar und Rohöl der US-Sorte WTI erreichte den Höchstpreis von 111,79 Dollar je Barrel (159 Liter). Später sanken die Notierungen wieder etwas.
Es sieht nicht gut aus für die Wirtschaft. Sogar Top-Manager sehen kaum noch Hoffnung. Zum Beispiel Josef Ackermann: Der Chef der Deutschen Bank glaubt, dass die Finanzmärkte ihre Krise nicht aus eigener Kraft beenden können. In der höchsten Not rufen die Bosse nach den Regierungen.
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Es sieht nicht gut aus für die Wirtschaft. Sogar Top-Manager sehen kaum noch Hoffnung. Zum Beispiel Josef Ackermann: Der Chef der Deutschen Bank glaubt, dass die Finanzmärkte ihre Krise nicht aus eigener Kraft beenden können. In der höchsten Not rufen die Bosse nach den Regierungen.