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Gefährliche Gewaltspiele
Wie gefährlich sind Online-Gewaltspiele für Kinder? Viele Eltern können das kaum einschätzen. Am Samstag (08.11.08) können sie es aber lernen - bei einer so genannten LAN-Party ("Local Area Network") in Ennepetal (14 bis 20 Uhr). Dazu hat der gemeinnützige Verein "GameParents.de e.V." eingeladen. Anliegen des Vereins ist - eigenen Angaben zufolge - "ein besseres Verständnis von Eltern und Erziehenden im Umgang mit den neuen Medien im Bereich Computerspiele und Internet".


"Spiele-Parcours" für Eltern
Eigens für Eltern wird in Ennepetal ein "Spiele-Parcours" aufgebaut, damit sie Gelegenheit erhalten, sich intensiv mit den Online-Spielen zu befassen - und die Erlebniswelt ihrer Kinder besser begreifen. Denn, so GameParents.de-Vorsitzender Rainer Schmidt: "Nur wenn Eltern die Medien verstehen, können sie auch die Gefahr für ihre Kinder einschätzen."
Verbot von "Killerspielen" gefordert
CSU-Politiker hatten bereits im September 2008 ein Verbot so genannter Killerspiele gefordert und die freiwillige Selbstkontrolle der Spielehersteller (USK) in Frage gestellt. Unterstützt wurden sie vom Leiter des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, Christian Pfeiffer. Es dürfe nicht sein, dass die USK mit ihrer Altersfreigabe das Strafrecht faktisch außer Kraft setze. Pfeiffer wies auf den Zusammenhang von "Killerspielen" und Gewaltbereitschaft der Jugendlichen hin.
Pfeiffer: "Jugendschutz ist ein Papiertiger"
Pfeiffer verlangte eine umfassende Indizierung. Wenn die Spiele nicht mehr frei verkaufbar seien, würden sie nicht bekannt, und der Umsatz breche ein. "Das Indizieren ist ökonomisch höchst wirksam." Internet-Anbieter sollten per Gesetz gezwungen werden, bestimmte Seiten aus dem Netz zu nehmen. Pfeiffer kritisierte die Freigabepraxis der USK. Nur bei einem Drittel von nachgeprüften 72 Spielen sei die Alterseinstufung nachvollziehbar. Die Kontrolle sei eine Farce. "Der Jugendschutz ist ein Papiertiger."
Suchtgefahr nicht unterschätzen
Viel zu wenig Beachtung findet nach Einschätzung Pfeiffers die Suchtgefahr durch Computerspiele. Vor allem Jungen neigten zu übermäßigem Konsum. In der Schule schnitten sie deutlich schlechter ab. Zudem gehöre kein Bildschirmgerät in ein Kinderzimmer. "Zuviel Medienkonsum macht dick, dumm und möglicherweise auch aggressiv."
Schmidt: "Eltern sollten Computer kontrollieren"
Eltern sollten zu Hause die Kontrolle über alle Computer haben und sich damit auseinandersetzen, welche Spiele und Filme ihre Kinder sich anschauen. Das empfahl Rainer Schmidt, Vorsitzender von "GameParents.de", in einem Interview in der Sendung "WDR2 Der Samstag" (Moderation: Uwe Schulz):




