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Die digitale Schere im Kopf Von Alvar C.H. Freude, Dragan Espenschied, 12.01. 2001, 13:39:20 |
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Reinhold Neven du Mont: Selbstzensur im Buchverlag; in: Ingeborg Drewitz, Wolfgang Eilers (Hrsg.): Mut zur Meinung, Gegen die zensierte Freiheit, Fischer Taschenbuch Verlag GmbH, Frankfurt am Main 1980, Seite 182 f. |
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| Reinhold Neven du Mont beschreibt, mit welchen Problemen insbesondere kleine Verlage zu kämpfen haben, wenn sie sich kritischen Themen widmen: | |||||||||||||
Reinhold Neven du Mont, a.a.O. Seite 182f |
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| Ähnliches ist seit einiger Zeit vermehrt im Internet zu beobachten: Hauptstreitpunkte sind dort meist das Marken- und Urheberrecht. Zudem hat im Internet jeder die Möglichkeit, mit relativ geringen Kosten selbst sein eigener Verleger zu sein; wer privat eine Homepage erstellt hat oftmals kein Interesse an einem langwierigen Juristischen Verfahren, was von einigen Marken- und Rechteinhabern in zweifelhafter Weise ausgenutzt wird: | |||||||||||||
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So drohte die deutsche Landesgruppe der International Federation of the Phonographic Industry ( |
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aus einem Brief von Clemens Rasch, Justitiar der Deutschen Landesgruppe der IFPU e.V. an einen 15-jährigen Homepage-Betreiber. Rechtschreibfehler Original, das Schreiben liegt uns vor. |
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Um was geht es genau? Auf der betreffenden Homepage war ein Verweis auf Zur gleichen Zeit wurde Napster per einstweiliger Verfügung untersagt, den Tausch von Urheberrechtlich geschützter Musik zu erlauben, was natürlich keinesfalls mit einem Verbot von Napster gleichzusetzen ist. Besonders peinlich an dieser Aktion ist aber, dass diese einstweilige Verfügung kurz darauf wieder aufgehoben wurde. |
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aus |
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Die digitale Schere im Kopf |
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[1] Zur Link-Problematik vergleiche auch die |
Die Folge ist, dass aus Angst vor Klagen immer weniger Netzbürger ihr Recht auf freie Meinungsäußerung nutzen, Links mit Distanzierungen kommentiert werden usw.[1]
Das |
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[2] Die Site ist bereits offline, der Anweisung wurde Folge geleistet. |
Die 14-jährige Katharina Dücker bekam von den |
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Frank Patalong in Spiegel-Online: » |
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Alle Kinder gehören Ferrero |
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[3] vgl. auch |
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[4] Ausführliche Informationen sind auf der |
International Beachtung fand insbesondere der Streit um die Domain etoy.com der Künstlergruppe |
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[5] Vgl. auch die |
Ab wann solche Domain-Streitigkeiten in den Bereich der Zensur hineinreichen läßt sich deutlicher am Beispiel des Domainstreits zwischen |
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[6] siehe beispielsweise auch Harald Taglinger in Telepolis: [7] vergleiche dazu die |
Viele weitere Fälle sind fast schon alltäglich geworden[6], oftmals reicht die Androhung einer Klage, sei sie nun berechtigt oder nicht, völlig aus. Aus Angst vor einem Gerichtsverfahren entfernen die Betreiber privater Homepages beanstandete Inhalte. Glück im Unglück hat derjenige, der ohne kostenpflichtige Abmahnung davon kommt: Der Münchner Rechtsanwalt Günther Freiherr von Weitere Beispiele im Abschnitt »Auch Darth Vader gehört nicht seinen Fans« in |
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Der Nazi-Sommer |
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Politische Zensur- und Regulierungs-Forderungen wurden in Deutschland vergangenen Sommer vor dem Hintergrund des Sommerloch-Themas »die Nazis sind überall und kommen aus dem Internet« besonders laut, während das Thema Pornographie und Jugendschutz im Gegensatz zu den USA nur eine untergeordnete Rolle spielt, aber von der Bertelsmann-Stiftung geschickt in ihren |
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[8] Siehe | |||||||||||||