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Großbritannien wird am Montag die bisher umfassendste Rettungsaktion für das kollabierende Finanzsystem vornehmen, nachdem die vier größten Banken des Landes, HBOS, Royal Bank of Scotland, Lloyds TSB und Barclays insgesamt etwa 45 Milliarden Euro Finanzhilfen gefordert haben, um ihre Pleite zu verhindern.
Diese Entscheidung, für die es bisher in der Geschichte kein Beispiel gibt, wird aus dem Staat den größten Aktionär bei zwei Banken machen, [business.timesonline.co.uk/tol/business/industry_sectors/banking_and_finance/article4926316.ece berichtet] die britische Times. Es handele sich um die Halifax Bank of Scotland (HBOS) und die Royal Bank of Scotland. Die Royal Bank of Scotland hat an den Börsen stark an Wert verloren und ihr Wert ist unter 15 Milliarden Euro gefallen. Sie soll eine Finanzhilfe von etwa 18 Milliarden Euro gefordert haben.
Die HBOS, größter Immobilienfinanzierer des Landes, will eine Finanzspritze von etwa 12 Milliarden Euro erhalten. Die Lloyds TSB will fast 9 Milliarden Euro und Barclays benötige fast 4 Milliarden Euro. Der Finanzminister Alistair Darling erklärte, die Regierung werden Anfang der Woche weitere Einzelheiten des gesamten angekündigten Rettungsplans vorlegen, der einen Umfang von mehr als 500 Milliarden haben soll. Die Zeitung zitiert einen Experten, dass es sich um die "gefährlichste Operation" für den Staatshaushalt handelt, die je in Großbritannien durchgeführt worden sei. Niemand wisse, wie hoch die faulen Verbindlichkeiten dieser Banken seien. Sogar die Times spekuliert nun offen darüber, dass der Aktienhandel an der Londoner Börse ausgesetzt werden könnte.
Nach dem G-7 Treffen in Washington kommen heute auch die 15 Staats- und Regierungschefs der Euro-Zone in Paris zu einer Krisensitzung zusammen, um gemeinsame Maßnahmen abzustimmen, um weitere nationale Alleingänge zu vermeiden. Die Bundesregierung hatte angekündigt, dass sie ihr angekündigtes Programm zur Stabilisierung des deutschen Finanzsektors danach bekannt geben will, das offenbar auf der britischen Linie liegt.
In einem Beitrag für den Sunday Mirror warb Premier Gordon Brown für sein Vorgehen: "Ich werde nach Paris fahren, um die anderen europäischen Länder zu überzeugen, den gleichen umfassenden Ansatz zu wählen, den wir in Großbritannien angewendet haben". Brown nimmt am Treffen teil, obwohl Großbritannien nicht zur Eurogruppe gehört.
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