Der nach eigenen Angaben führende alternative DSL-Anbieter in Deutschland QSC ist im vierten Quartal 2001 noch tiefer in die Verlustzone gerutscht. Dies geht aus einer Ad-hoc-Meldung hervor. Das Minus hatte im letzten Quartal 20 Millionen Euro betragen. Damit stieg der Gesamtverlust im vergangenen Jahr auf 85 Millionen Euro an. Im gleichen Vorjahreszeitraum musste das Unternehmen einen Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 79,4 Millionen Euro hinnehmen.
Gleichzeitig konnte QSC den Umsatz im Jahr 2001 auf über 28 Millionen Euro steigern. Im Jahr zuvor lag er noch bei rund fünf Millionen Euro. Der Umsatzanstieg ist nach Ansicht des DSL-Providers auf die steigende Zahl der Internet-Anschlüsse zurückzuführen. Derzeit sind über 32.900 Nutzer bei QSC registriert. Das selbst gesteckte Ziel, bis Ende 2001 zwischen 40.000 und 50.000 DSL-Leitungen zu verkaufen, hat man damit allerdings nicht erreicht.
Trotz des hohen Verlustes rechnet die Firma auch weiterhin damit, die Gewinnzone im Verlauf des Jahres 2004 zu erreichen. Bis dahin sollten die liquiden Mittel nach eigener Ansicht ausreichen. Erst vor kurzem konnten die Kölner mit Yahho! Deutschland einen wichtigen strategischen Partner gewinnen. Yahoo! bietet zukünftig seinen eigenen DSL-Zugang über QSC und nicht wie bisher über Streamgate an.
(daa/c't)
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