Das Büdelsdorfer Telecom-Unternehmen Mobilcom hat im zweiten Quartal 2001 erheblich weniger Handy-Neukunden gewinnen können als noch im Quartal zuvor. Nach Firmenangaben entschieden sich noch 390.000 neue Mobilfunk-Kunden für Mobilcom. Im ersten Quartal 2001 lag die Neukundenzahl mit 605.000 abgeschlossenen Handy-Verträgen deutlich höher. Als Grund nennt das am Neuen Markt gelistete Unternehmen vor allem gekürzte Handy-Subventionen.
Mit den 390.000 Neukunden aus dem zweiten Quartal 2001 besaß Mobilcom Ende Juni über fünf Millionen eigene Mobilfunk-Kunden. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahreszeitraum (2,72 Millionen Kunden) ein Plus von über 80 Prozent. Durch diesen Zuwachs konnte das Unternehmen seinen Marktanteil in der Mobilfunksparte im Vergleich zum ersten Quartal 2001 von 8,7 auf 9,1 Prozent ausbauen. Bei den unter den Mobilfunkbetreibern besonders begehrten Vertragskunden, die nicht auf Prepaid-Handys zurückgreifen, baute Mobilcom nach eigenen Angaben den Marktanteil in diesem Segment von 10,4 auf 14,1 Prozent aus.
Der Mobilcom-Vorstandsvorsitzender Gerhard Schmid sieht den Zuwachs als solide Basis, um den Kampf um die UMTS-Kunden erfolgreich bestreiten zu können: "Unser Ziel ist es, unter die Top 3 der UMTS-Netzbetreiber zu kommen. Mit fünf Millionen eigenen Mobilfunk-Kunden sind wir auf dem besten Weg dorthin", sagte Schmid. Die Büdelsdorfer gaben erst vor wenigen Tagen bekannt, UMTS als erstes Unternehmen in Deutschland anbieten zu wollen. Nach eigenen Angaben wurde mit dem Netzausbau bereits in Stuttgart und Karlsruhe begonnen.
(daa/c't)
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