Auf seiner Kundenkonferenz Convergence EMEA in Kopenhagen gab Microsoft den Startschuss für Dynamics NAV 2009. Ab 1. Dezember soll die Unternehmenssoftware hierzulande verfügbar sein. Ursprünglich hatte man die Fertigstellung schon vor Jahresfrist angepeilt. Der Umstieg von der traditionellen Zwei-Schichten- auf eine flexiblere Drei-Schichten-Architektur sowie die engere Verknüpfung mit dem .Net-Framework kostete jedoch mehr Zeit als erwartet.
Auffällig ist die neue Benutzerführung. Vorkonfigurierte Nutzerrollen lösen den bisherigen mit Geschäftslogik überfrachteten Client ab. Die Software führt 21 sogenannte Rollenzentren ein, die die wichtigsten Jobfunktionen innerhalb eines klassischen mittelständischen Betriebes über eine einzige Oberfläche mit den relevanten Daten, Werkzeugen und Funktionen versorgen.
Der Einkäufer erhält beispielsweise einen Überblick über anstehende und fällige Bestellungen sowie Rahmenbestellungen, Einkaufsanfragen, Reklamationen und Gutschriften sowie buchhalterisch relevante Vorgänge wie eine Kreditorenübersicht und fällige Rechnungen.
Bei Analyse und Reporting verlässt sich das
runderneuerte Dynamics auf die SQL Server Reporting
Services. Die Umstellung auf die
Drei-Schichten-Architektur erlaubt es, mehrere
Anwendungsschichten (Services) mit der Datenbank zu
verknüpfen. Zudem sollen sich der Zugriff und der
Informationsaustausch von und mit anderen Lösungen über
Webservices deutlich einfacher gestalten. Mit dem
aktuellen Release löst sich Microsoft ein gutes Stück
von der alten Navision-Architektur, die noch vom
gleichnamigen, von Microsoft 2002 geschluckten
dänischen Hersteller stammt. (Achim Born) /
(jd/iX)
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