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S-Bahn Hamburg erweitert Sicherheitskonzept
Ausrüstung aller S-Bahn-Triebzüge mit Überwachungskameras bis Ende 2008 abgeschlossen o Kombination aus Personalpräsenz und technischer Überwachung wird weiter ausgebaut
(Hamburg, 2. Juli 2008) Mit einem erweiterten Konzept geht die S- Bahn Hamburg auf das Sicherheitsbedürfnis ihrer Fahrgäste ein. Neben der bewährten Bestreifung von Bahnhöfen und Zügen durch Sicherheitspersonal und die enge Zusammenarbeit mit der Bundespolizei wird die technische Überwachung erheblich ausgeweitet.
S-Bahn-Geschäftsführer Michael Dirmeier erklärte: "Nach den Stationen werden nun in einem Sonderprogramm alle 164 S-Bahn- Triebzüge mit Videoüberwachung ausgestattet. In jedem Wagen werden vier Kameras unter der Wagendecke angebracht." Bereits in sechs Monaten sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Dirmeier ergänzte: "S-Bahnfahren ist in der Hansestadt objektiv sicher. Dennoch ist es wichtig, auch das subjektive Empfinden des einzelnen Kunden ernst zu nehmen, der zu jeder Tag- und Nachtzeit sein Ziel entspannt erreichen möchte." In den Wagen können Fahrgäste im Gefahrenfall über Notsprechstellen jederzeit Kontakt mit dem Triebfahrzeugführer aufnehmen.
Derzeit sind bereits 50 Drei-Wagen-Einheiten mit der neuen Sicherheitstechnik unterwegs. Deren Bilder werden zeitlich begrenzt auf einer Festplatte im Fahrzeug gespeichert und können bei Bedarf einer Auswertung zugeführt werden. Sie dienen der Ermittlung von Straftätern bei Gewalttaten und Fällen von Vandalismus. Das Unternehmen erfüllt mit dem Einbau der Überwachungskameras die Anforderungen des mit der Freien und Hansestadt Hamburg vereinbarten Verkehrsvertrages. Für die Investitionen stehen drei Millionen Euro zur Verfügung. Auch auf den S-Bahn-Stationen wird der Sicherheitsstandard weiter erhöht. Auf den 59 Bahnhöfen im Gleichstromnetz der Hamburger S-Bahn sind derzeit 829 Überwachungskameras installiert, deren Bilder direkt in die Betriebs- und Servicezentrale der S-Bahn in Altona übermittelt werden. Mittels Zoom- und Schwenkfunktionen können weite Teile der Stationen eingesehen werden. Bilder von der Zugabfertigung werden automatisch aufgezeichnet; bei allen weiteren Kameras erfolgt ab Oktober dieses Jahres eine permanente Speicherung. Über 130 Info- und Notrufsäulen auf den Bahnsteigen ermöglichen die direkte Kontaktaufnahme mit der Betriebs- und Servicezentrale, die rund um die Uhr erreichbar ist. Für ihre Fahrgäste bringt die S-Bahn Hamburg eine Infobroschüre mit Sicherheitstipps heraus, die kostenlos in den Servicestellen erhältlich ist.
Ingo Priegnitz
Sprecher S-Bahn Hamburg
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