Nicht doch! Die Kriegsgräberfürsorge beschäftigt sich mit ernsten Angelegenheiten, zum Beispiel der Umbettung von 1800 deutschen Gefallenen auf einen Soldatenfriedhof, damit in einer russischen Kleinstadt nicht mehr Fußball über den Gräbern der Soldaten gespielt wird. Sicher, das sind Themen, die nur einen geringen Teil der Bevölkerung interessieren, damit wird die Kriegsgräberfürsorge sicher ständig zu kämpfen haben. Bloß - mit solcher Werbung macht man auch nicht gerade positiv von sich reden. Das ist weder originell noch geschmackvoll, emotional anrührend oder überhaupt interessant. Natürlich ist das hier keine klassische Werbung, die ein Produkt verkaufen will. Wer Spenden sammeln will, muss trotzdem irgendwen irgendwie ansprechen ...
Heute bekam ich sehr seltsame Werbung. Herr Ralph M. von der P. GmbH aus Mittenwalde hat sich sogar die Mühe gemacht, einen echten, per Hand unterschriebenen Werbe-Brief zu verschicken – anders als so manch anderer ominöser E-Mail-Spam!
Nur leider geht aus seinem Brief in keinster Weise hervor, was er denn überhaupt will:
Die P. GmbH geht neue Wege und startet durch. Gemeinsam mit Ihnen wollen wir die Zukunft neu und innovativ gestalten.
Aha, toll, die Zukunft neu und innovativ gestalten. Wow! Ja, aber um was geht es denn?
Ich möchte Ihnen heute eine Zusammenarbeit unserer Unternehmen anbieten. Damit Sie davon optimal profitieren, ist es für mich unerlässlich mit Ihnen gemeinsam Details, Konditionen und Fakten zu besprechen und diese speziell an Ihre Bedürfnisse anzupassen.
Das ist ja schön, Herr M. Ich hätte da sogar ein paar Bedürfnisse. Ein paar gute Entwickler werden Sie wahrscheinlich nicht zur Hand haben, fürs erste würde es aber auf ein wenig helfen, beim Aufräumen der Überreste der LederhosenSpankingKochlöffelFraktion zu helfen. Das geht sogar von zu Hause aus ...
Sollten Sie Interesse an einer Kooperation haben, zögern Sie bitte nicht, sich mit mir in Verbundung zu setzen. Ich freue mich bereits jetzt sehr darauf, mit Ihnen persönlich in den nächsten Tagen über unser Angebot zu sprechen.
Hmmm, ich frage mich ja, ob in dem Brief irgendwas mit unsichtbarer Farbe geschrieben wurde, denn ich kann beim besten Willen kein konkretes Angebot entdecken. Herr M., machen wir es doch einfach so: sie säubern ein wenig den Blaster, und dann schaun wir mal weiter – ist das nicht eine gute Idee?
Leider ist aber zu befürchten, dass Herr M. uns nur komische Partnerprogramme der P. GmbH bzw. deren „Gewinnspiel-Service“ andrehen will. Daran habe ich nun aber wirklich keinen Bedarf.
Jenny schrieb am 23.10. 2000 um 18:16:31 Uhr zu Ex:
Immer trauert man dem Alten nach – warum kann man es nicht einfach loslassen und über die Erinnerungen glücklich sein und in die Zukunft blicken?
Liebe Jenny, lass einfach los! Verkauf den Schmuck deines Ex-Lovers hier: http://www.exboyfriendjewelry.com/
War dein erster Gedanke jetzt auch: Wer sucht denn so was? Wir denken, es waren Southpark-Fans.
Sexueler Belästigungs Panda - MyVideo
Tatsächlich gehört der sexuelle Belästigungs Panda zu den Suchanfragen, die Google in den letzten zehn Tagen gestellt wurden und die im Blaster mündeten. Wir haben die Suchanfragen weiter ausgewertet. Hier sind ein paar der Ergebnisse. Verlinkt wurden jeweils, soweit auffindbar, die Blaster-Begriffe, bei denen die Nutzer rauskamen. Bei denen, die ich nicht finden konnte, muss der Alvar noch mal mit seinen geheimen Waffen nachhelfen :) [Update: Die sehr geheime Geheimwaffe grep hat noch ein paar Details zu Tage gefördert.]
- Glasscherben sammeln
Ist das nicht gefährlich?
- Meine Motivation hat mich an der Mond gebracht
Ja, aber ein Duden wäre hilfreicher gewesen. - Die Jungs von Tokio Hotel sehen so weiblich aus
Stimmt, aber angeblich sind das wirklich Jungs! - Ich bin 13 und habe keine dunklen Schamhaare
Ach, nicht schlimm, blond ist auch okay! - Vermieter greift mich an
Schnell, die Polizei! - Nackt scheissen
Ich würde dazu IMMER die Hose ausziehen, ehrlich! - Wo ausstellen Personalausweis
Auf Amt, ey! - Andi war's der in der Nacht an die Wand der Schule malte
Petze! - Was hat eine Umarmung mit Kuss zu bedeuten
Was Google alles wissen soll... - Selbstmord erfrieren
Vermutlich, indem man in die Kühltruhe kriecht, aber zu empfehlen ist das nicht... - Warum ist das Ei eiförmig
Mal was anderes als die Sache mit der Henne und dem Ei. - Zieh Jeans runter zeig Arsch
Ey, hömma, sag mal bitte! - Lidl Mitarbeiter Rechtsanwalt
Ja, die können einen gebrauchen. - Was ass man in Transilvanien
Bluuuuuuuuuuuuuuuuuut!!! - Leichenstarre bei Wüstenrennmäusen
Igitt? Du musst den Käfig zwischendurch auch mal PUTZEN! Mensch... - Nimm 1000 plus 40
Pisa wundert mich jetzt nicht... - Im Traum von Tiger gebissen
Besser als in der Wirklichkeit! - Mit dem Schwert nach Polen warum René
Ja, René, warum? (Es handelt sich übrigens um ein Lied der Ärzte) - Was kann ich mir in den Arsch schieben
Oh je, ne Menge... - Hautreaktion von Klimaanlage
Suchen wir wieder nen Grund fürs Blaumachen, hm? - Huhn kann zahm wie ein Hund werden
Meine Güte, zuviel Zeit? - Hasse Blusen
Okay, ich mag die auch nicht, aber ich such nicht bei Google danach... - Kurze Hosen im Winter
Kalt?
Das mal als erste kleine Auswahl :)
Dass uns Spammer mit E-Mails überschütten ist nichts neues – gestern hat alleine mein Spamfilter 4416 Spam-Mails gefressen.
Wenn aber doch mal Spam in meiner Inbox landet, dann setze ich häufig eine Beschwerde beim Provider des Absenders ab. Vor ein paar Tagen hat es einen Kunden von Hosteurope getroffen. Hosteurope gab die Daten der Spambeschwerde inklusive persönlicher Daten an den Spammer weiter (vorsichtig gesagt ist das kein guter Stil, liebe Leute bei Hosteurope!), daraufhin rief der Spammer an:
Achso, alles klar, nur ein Linktausch-Angebot. Für irgendeine komische Flirt-Website, Singleparty, eine Heilpraktikerin usw. Also auch noch ein elender Suchmaschinen-Spammer.
Tja, irgendwie hat der Typ es nicht so ganz verstanden, warum sein tolles Angebot Spam war, und warum seine Seiten hoffentlich bald bei Google abgestraft werden. Über meinen Hinweis, sich zumindest mal rechtlichen Rat einzuholen war er doch stark verwundert und fragte, warum man denn nicht anderen Leuten tolle Geschäftsvorschläge schicken dürfe.
Ja, warum denn nicht? Wenn jeder, der irgendwas im Blaster findet, zu dem er uns tolle Geschäftsvorschläge schicken könnte, uns mit einer tollen Mail beglücken würde, dann wären das ja nur ein paar tausen Spams mehr pro Tag …
Nunja, das nächste mal geht sowas zum Anwalt. Nur schade, dass man als Spam-Opfer von den Abmahngebühren keine Einnahmen hat sondern nur das Risiko trägt. Liamara, hättest Du nicht Jura studieren können? ;-)
Apropos Spam: Spam im Blaster
Seit einiger Zeit haben wir ein relativ effektives Anti-Spam-Verfahren für den Blaster selbst implementiert. Gestern wurden im deutschen Blaster 291 Spams geblockt, 685 im englischen. Es sollten keine von Spambots automatisch eingetragenen Spam-Einträge mehr durchkommen, oder?
Zugegeben, der Titel dieses Beitrags erfordert schon gewisses Mitdenken (und Kenntnis von 80er Jahre Pop-Musik). Macht ja aber nichts. Sprechen wir also heute mal über militante... äh, militärische Begriffe im Blaster.
Wie komme ich ausgerechnet darauf? Wegen dem hier:
Das ist der Kommandant des Landstuhl Regional Medical Center, dem Ort, an dem Irak-Verwundete in Deutschland behandelt werden. Der Colonel hat einen ganz speziellen Blick, oder? (Und ein spezielles Ohr, aber mein Gott, dafür kann er ja nix).
Jedenfalls, Militär. Was sagt der Blaster dazu?
Wir haben eine Armee, die ist sogar angezogen, denn es gibt Armeebekleidung. Wobei, die Roboterarmee wird dann wohl doch nichts davon tragen. Es gibt ein paar eigenartige Untergruppen wie die Volksarmee und die Heliumarmee. Auch die Heilsarmee ist natürlich vertreten, wenngleich sie nur wenig militärisches hat.
Viel mehr damit zu tun hat das Militärgericht, kein erstrebenswerter Ort für den Militärpolizisten, den Blastersoldat oder den Elitesoldat.
Heutzutage wird ja ohnehin ein Hightechkrieg geführt. Nicht, dass homöopathischeKriegsführung irgendwie sinnvoller wäre. Aber besser als Kriegstreiber sind Kriegsgegner allemal. WirdemonstrierengegendenIrakkrieg! Warum? Weil die USA aus dem Vietnamkrieg offenbar nichts gelernt haben. Sicher, der abgebildete Colonel würde uns da nicht zustimmen, er steckt mitten in der Kriegsmaschine. WennMorgenFriedenwäre hätte er aber sicher immer noch Arbeit.
Achtung Achtung! Der philippinische Gesundheitsminister Francisco Duque rät:
„Schmutzige Geißeln können zu Tetanus und anderen Infektionen führen.“
Sein Rat an die Freiwilligen: Vor dem Auspeitschen gegen Tetanus impfen lassen und darauf achten, dass die „Geißeln gut gewartet sind“.
Dies dokumentiert Spiegel Online in einem Artikel über bizarre Osterrituale. Nicht nur auf den Phillippinen sind diese verbreitet:
Weltweit gibt es unter Katholiken zum Karfreitag schmerzhafte Rituale. Gläubige gehen den Jesu Leidensweg mit riesigen Kreuzen nach, peinigen sich, indem sie große Holzstapel auf ihrem Rücken tragen.
Die Geißelungen sind also vielfältig. Eisennägel in die Hände, Bambusstöcke auf den eigenen Rücken schlagen... Warum sind die Prügelstrafenfetischisten im Blaster eigentlich nicht so kreativ? Hier ist